Trump kündigt 20% Zölle auf EU-Importe an und sorgt für Handelskonflikte
US-Präsident Donald Trump erklärt 'Tag der Befreiung' und erhebt hohe Zölle, was zu Marktvolatilität führt.
Am 2. April 2025 kündigte der US-Präsident Donald Trump offiziell die Einführung eines 20% Zolls auf nahezu alle Waren an, die aus der Europäischen Union importiert werden.
Diese Maßnahme bezeichnete er als Reaktion auf wahrgenommene Handelsungleichgewichte.
Der Tag wurde als 'Tag der Befreiung' bezeichnet, mit dem Ziel, die US-amerikanische Industrie zu unterstützen.
Es wird erwartet, dass die neuen Zölle auch Gegenmaßnahmen gegen zahlreiche andere Länder umfassen werden.
In seiner Ansprache betonte Trump: 'Andere Länder erheben hohe Zölle auf uns.
Jetzt ist es an der Zeit, dass wir reagieren', und behauptete, die neuen Zölle würden Arbeitsplätze und Fertigungsstätten in die Vereinigten Staaten zurückbringen.
Die Reaktion der US-Börsen war negativ.
Deutliche Rückgänge wurden im Technologiesektor verzeichnet.
Die Aktien wichtiger Unternehmen wie Apple fielen um 6,1%, Microsoft um 2% und Nvidia um 4,7%.
Auch andere Firmen, einschließlich Amazon und Meta, erlebten Rückgänge von 5% und 4,7%.
Diese Marktturbulenzen spiegeln die weit verbreitete Besorgnis über die potenziellen wirtschaftlichen Folgen der Zollverhängung wider.
Die Chemieindustrie äußerte schnell ihre Bedenken hinsichtlich der eskalierenden Handelskonflikte.
Wolfgang Große Entrup, CEO des Verbandes der Chemischen Industrie in Deutschland, bedauerte die Entscheidung der Regierung und riet zu einem vorsichtigen Ansatz.
Er äußerte die Hoffnung, dass die Europäische Union flexibel reagieren und den Dialog mit Washington aufrechterhalten würde.
Er betonte die Notwendigkeit einer einheitlichen EU-Position, um für eine faire Lösung einzugehen, die allen beteiligten Parteien zugutekommt.
Im Vereinigten Königreich erklärte der Wirtschaftsstaatsekretär Jonathan Reynolds, dass das Land 'ruhig und entschlossen' auf die US-Zölle reagieren werde und bekräftigte das Engagement, ein Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten zu verfolgen.
Zuvor hatte die US-Regierung einen Zollsatz von 10% für britische Waren im Rahmen der erweiterten Zollankündigung vorgeschlagen.
Nach der Zolldeklaration stiegen die Goldpreise um 0,7% auf 3.133,57 USD pro Unze.
Analysten gaben an, dass die unerwartete Aggressivität der Zölle zu höheren Investitionen in Gold führen könnte, da es in turbulenten wirtschaftlichen Zeiten als sicherer Hafen gilt.
Marktforscher prognostizierten, dass Gold in naher Zukunft 3.200 USD erreichen könnte.
Die Ankündigung betraf auch den Automobilsektor, da die verhängten Zölle nicht nur auf Fahrzeuge, sondern auch auf wichtige Komponenten der Automobilherstellung angewendet werden, darunter Transportfahrzeuge, Motoren, Lithiumbatterien sowie Teile wie Reifen und Stoßdämpfer.
Diese breitere Einbeziehung deutet auf erhebliche Auswirkungen für die US-amerikanische und internationale Automobilindustrie hin.
Während der Ankündigung reagierte Trump nicht auf Fragen von Journalisten, schloss jedoch seine Bemerkungen mit dem Versprechen nationaler Prosperität und erklärte: 'Sie werden sehr glücklich und sicher sein.
Wir werden die Zukunft Amerikas mit amerikanischen Händen, Herzen und Stahl aufbauen.' Dieser Richtungswechsel in der Handelspolitik erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten, dass Elon Musk seine beratende Rolle im Weißen Haus niederlegen wird, was mögliche Veränderungen in der wirtschaftlichen Strategie der Trump-Administration signalisiert.