Teslas weltweite Auslieferungen sinken aufgrund von Modellwechsel und Kontroversen
Das Unternehmen verzeichnet einen Rückgang von 13 % bei den Fahrzeugauslieferungen und übertrifft nicht die Erwartungen der Analysten, was zu einem signifikanten Rückgang des Aktienkurses führt.
Tesla hat im letzten Quartal einen Rückgang von etwa 13 % bei den globalen Fahrzeugauslieferungen verzeichnet, was auf einen Modellwechsel und Kontroversen rund um CEO Elon Musk zurückzuführen ist.
Das Unternehmen lieferte 336.681 Fahrzeuge aus, was einen deutlichen Kontrast zu den Erwartungen der Analysten darstellt, die lediglich mit einem Rückgang von 3,5 % gerechnet hatten.
Die Ergebnisse deuten auf einen spürbaren Rückgang der Verkäufe hin, insbesondere auf dem europäischen Markt, der bereits schwächeres Wachstum angedeutet hatte.
Dieses Quartal stellt Teslas schlechteste Leistung seit 2022 dar, wie Branchenberichte bestätigen.
Vor Beginn des regulären Handels in New York fiel der Aktienkurs des Unternehmens um bis zu 5,8 %.
Seit einem Rekordhoch nach den US-Wahlen 2020 hat der Kurs der Tesla-Aktien um 44 % abgenommen, basierend auf dem Schlusskurs des vorherigen Handelstags.
Mehrere Faktoren haben zu den gesunkenen Verkaufszahlen beigetragen.
Tesla hat weltweit bedeutende Anpassungen in den Fabriken vorgenommen, um das überarbeitete Model Y zu produzieren, was zu den typischen Produktionsstörungen führt, die Automobilhersteller während Modellwechseln erfahren.
Zudem wurde Musks öffentliches Engagement in der US-Politik, einschließlich seiner beratenden Rolle für den ehemaligen Präsidenten Donald Trump und seiner Unterstützung für rechtsextreme Parteien in Europa, von Analysten als potenzieller Belastungsfaktor für das Firmenimage bezeichnet.
Wettbewerber, insbesondere in China, setzen Tesla unter erhöhten Druck, während das Unternehmen zuvor eine führende Stellung im Elektrofahrzeugmarkt innehatte.
Historisch gesehen wurde Musk als treibende Kraft hinter Teslas Erfolg angesehen.
Seine politischen Aktivitäten werden jedoch zunehmend als schadhaft für das Unternehmen wahrgenommen.
Demonstrationen haben gegen Tesla-Fahrzeuge gerichtet, wobei einige als 'Nazi-Fahrzeuge' bezeichnet wurden, und Berichte weisen auf Vandalismus an Lieferzentren hin.
In Reaktion auf diese Vorfälle hat die US-Regierung öffentlich Musk unterstützt, wobei der Generalstaatsanwalt drohte, Vandalismus gegen Tesla als inländischen Terrorismus zu klassifizieren.
Des Weiteren ermutigte der Handelsminister zum Kauf von Tesla-Aktien, während Trump selbst an einer Werbeveranstaltung mit Tesla-Fahrzeugen teilnahm.
Trotz dieser Herausforderungen sieht Musk weiterhin bedeutende Fortschritte für Tesla voraus, einschließlich autonomen Fahrens und humanoiden Robotern, die seiner Meinung nach das Unternehmen als das wertvollste der Welt festigen könnten.
Bislang hat Tesla jedoch nicht konsistent nachgewiesen, dass autonom fahrende Fahrzeuge zuverlässig ohne menschliches Eingreifen operieren können.