Kontroversen über Tierschutzfragen im Zusammenhang mit dem Präsidenten des Bayerischen Bauernverbands
Günther Felßner äußert sich zu Vorwürfen nach veterinärmedizinischen Kontrollen auf seinem Bauernhof.
Günther Felßner, der Präsident des Bayerischen Bauernverbands und designierte Kandidat für das Amt des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, hat sich öffentlich zu aktuellen Vorwürfen bezüglich Tierschutzverletzungen auf seinem Bauernhof geäußert.
Nach einer unangekündigten Inspektion durch das Veterinäramt, die kleinere Mängel in den Haltungspraktiken bei Tieren offenbarte, zog Felßner seine Kandidatur für die Ministerposition zurück.
In einer von der Bauernschaft Bayerns veröffentlichten Videoerklärung erklärte Felßner, dass alle festgestellten Probleme umgehend nach der Inspektion behoben wurden.
Er behauptet, dass die Beschwerde, die Berichten zufolge von der Tierschutzorganisation Peta initiiert wurde, Teil einer koordinierten Kampagne gegen ihn sei, und sagte: „Ja, derzeit gibt es eine unerträgliche Kampagne gegen mich.“ Er berichtete von persönlichen Angriffen und Eingriffen auf seinem Bauernhof, die seiner Aussage zufolge sowohl ihn als auch seine Familie belastet hätten.
Um Transparenz zu fördern, teilte Felßner Bilder seines Viehs über die sozialen Medien.
Felßners politische Karriere ist signifikant, seit er 2022 zum Präsidenten des Bayerischen Bauernverbands gewählt wurde und 2023 zum Vizepräsidenten des Deutschen Bauernverbands aufstieg.
Sein jüngstes Engagement in landwirtschaftlichen Protesten, insbesondere gegen Kürzungen bei den Subventionen für Agrardiesel, hatte bereits sein Profil innerhalb landwirtschaftlicher und politischer Kreise geschärft.
Das Veterinäramt im Nürnberger Land gab bekannt, dass bei der Inspektion in der vergangenen Woche kleinere Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Einstreu und des Abfallmanagements in den Rinderställen sowie moderate Probleme bezüglich der tierärztlichen Versorgung einiger Rinder festgestellt wurden.
Die Beamten bestätigten, dass diese Probleme innerhalb weniger Tage nach der Inspektion behoben wurden.
Trotz Felßners Rückzug von der Ministerposition bleibt die Christlich-Soziale Union (CSU), seine politische Partei, dabei, ihre Ansprüche auf diesen Posten zu bekräftigen, wie der Parteivorsitzende Markus Söder erklärte.
Die Folgen dieser Entwicklungen verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen landwirtschaftlichen Managementpraktiken und Tierschutzanliegen in Deutschland und werfen Fragen zur zukünftigen Agrarpolitik in der Region auf.