Ehemaliger britischer Prinz Andrew wegen des Verdachts der Pflichtverletzung im öffentlichen Amt verhaftet.
Die Polizei nimmt Andrew Mountbatten-Windsor im Rahmen einer Untersuchung zu den Akten von Jeffrey Epstein und dem mutmaßlichen Teilen offizieller Informationen fest.
Andrew Mountbatten-Windsor, früher Prinz Andrew, wurde am neunzehnten Februar zweitausendsechs verhaftet, unter dem Verdacht des Fehlverhaltens im öffentlichen Amt, bestätigte die Polizei von Thames Valley früh am Donnerstag.
Beamte nahmen den sechsundsechzigjährigen in seiner Residenz auf dem Sandringham Estate in Norfolk fest, wo kurz nach acht Uhr morgens unmarkierte Polizeifahrzeuge und zivile Beamte eintrafen, als Teil einer umfassenderen Untersuchung.
Die Polizei teilte mit, dass sie auch Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk durchführt, während die Ermittlung voranschreitet.
Die Polizei von Thames Valley erklärte in einer Stellungnahme, dass sie „einen Mann in seinen sechziger Jahren aus Norfolk wegen des Verdachts des Fehlverhaltens im öffentlichen Amt“ festgenommen hatte und dass er in Gewahrsam blieb, während die Untersuchung fortgesetzt wird.
Die Polizei betonte, dass es wichtig sei, die Integrität und Objektivität der Untersuchung zu schützen, und dass weitere Informationen zu gegebener Zeit bereitgestellt würden.
Die Festnahme folgt einer Bewertungsphase, in der die Polizei und die Staatsanwaltschaft Vorwürfe überprüften, die mit den sogenannten Epstein-Akten verbunden sind – einer Reihe von Dokumenten, die vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden und erneute Prüfungen von Mountbatten-Windsors vergangenem Verhalten ausgelöst haben.
Unter dem zu prüfenden Material sind Behauptungen, dass er, während er als Handelsgesandter des Vereinigten Königreichs tätig war, vertrauliche Regierungs-Reiseberichte und Dokumente mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein teilte.
König Charles III., Andrews älterer Bruder, gab eine Erklärung ab, in der er seine tiefste Besorgnis über die Festnahme zum Ausdruck brachte und betonte, dass der Rechtsstaat seinen Lauf nehmen müsse.
Der Buckingham-Palast teilte mit, dass die königliche Familie die Behörden angemessen unterstützen werde.
Mountbatten-Windsor hat zuvor jegliches Fehlverhalten bestritten.
In den letzten Jahren wurde ihm angesichts von Rufschädigungen, die mit seiner Verbindung zu Epstein verbunden sind, die königliche Titel und Schirmherrschaften entzogen.
Der rechtliche Status des ehemaligen Herzogs und die laufende Untersuchung haben intensives öffentliches Interesse geweckt, wobei die Behörden die Notwendigkeit eines ordnungsgemäßen Verfahrens in einem Fall von erheblichem öffentlichem Interesse betonten.