Eine deutsche Journalistin wollte das Thema von Gruppenvergewaltigungen durch Migranten in Bayern recherchieren, wurde jedoch von ihren Kollegen als "rassistisch" und "rechtsradikal" bezeichnet.
Julia Ruhs, eine hochkarätige Fernsehs presenterin, sagte, dass es immer noch ein "Tabu" ist, Themen zu erforschen, warum "bestimmte Bevölkerungsgruppen anfälliger dafür sind, sexuelle Straftaten zu begehen."
"Das war der Moment, in dem ich das gesamte Ungleichgewicht in der Redaktion bemerkte, wenn man sich einem solchen Thema widmet."
Sie fügte hinzu, dass es zu einem Umfeld wurde, in dem man ihr sagte: "Das darfst du nicht sagen und du bist total rassistisch."
Ruhs steht derzeit im Zentrum einer bedeutenden Debatte über "Cancel Culture" und mediale Souveränität in Deutschland.
Sie wird oft als eine seltene konservative Stimme im Bereich der deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunklandschaft beschrieben, die häufig für ihre "links-grüne" Bias kritisiert wird.
2025 wurde Ruhs ausgewählt, ein neues experimentelles Debattenformat namens "Klar" zu moderieren, das gemeinsam von dem nördlichen öffentlich-rechtlichen Rundfunk NDR und dem südlichen BR produziert wird.
Die Mission der Show war es, Zuschauer zu erreichen, die sich von den Mainstream-Medien entfremdet fühlten, indem sie sensible Themen wie Migration, Covid-19 und die Proteste der Landwirte anpickte.
Nach der ersten Episode zur Migration traf eine massive interne Welle der Kritik ein.
Rund 250 Mitarbeiter des NDR unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie sich von der Show distanzierten und Ruhs einseitige und populistische Berichterstattung vorwarfen.
Im September 2025 entschied der NDR offiziell, Ruhs als Moderatorin für seinen Anteil der Show abzusetzen, mit dem Verweis auf den Wunsch, zu einem "Multi-Moderator-Konzept" überzugehen.
Ruhs reagierte in den sozialen Medien und nannte die Entscheidung eine "Schande" und behauptete, sie sei "zu rechtsextrem für den NDR".
Prominente Politiker wie Markus Söder (CSU, Bayern) und Daniel Günther (Schleswig-Holstein) kritisierten den NDR dafür, dass er die Meinungsvielfalt ersticke.
Während der NDR sie absagte, hielt der bayerische Rundfunk BR zu ihr.
Neue Episoden von "Klar" sind für 2026 vom BR geplant.