Rumäniens Verteidigungsminister tritt zurück, nachdem er zugegeben hat, seine akademischen Abschlüsse gefälscht zu haben.
Ionuț Moșteanu tritt zurück, nachdem bekannt wurde, dass er über seine Ausbildung gelogen hat, und nennt die Notwendigkeit, den Sicherheitsfokus angesichts russischer Bedrohungen aufrechtzuerhalten.
Ionuț Moșteanu, der Verteidigungsminister Rumäniens, trat am Freitag zurück, nachdem er zugegeben hatte, falsche Informationen über seinen akademischen Hintergrund gegeben zu haben.
Er räumte ein, dass die Angaben in seinem Lebenslauf bezüglich der Institution und des Datums seiner Studien falsch waren und sagte, er wolle nicht, dass seine vergangenen Fehler von der kritischen Aufgabe ablenkten, Rumänien – und Europa – gegen die russische Aggression zu verteidigen.
Die Offenlegung folgte auf Berichte rumänischer Medien, die die Gültigkeit von Moșteanus behauptetem akademischen Werdegang in Frage stellten.
Innerhalb weniger Stunden postete Moșteanu in sozialen Medien: „Rumänien und Europa sind unter Angriff.
Wir müssen unsere nationale Sicherheit um jeden Preis verteidigen.
Ich möchte nicht, dass Debatten über meine Ausbildung und Fehler, die ich vor Jahren gemacht habe, von der schwierigen Mission derjenigen, die jetzt unseren Staat führen, ablenken.“
Moșteanu hatte das Verteidigungsamt nur fünf Monate lang inne, nachdem er nach der Wiederholung der Präsidentschaftswahl in diesem Sommer, die eine pro-europäische Koalition an die Macht zurückbrachte, ernannt worden war.
Als Reaktion dankte Premierminister Ilie Bolojan Moșteanu für seinen Dienst und ernannte den Wirtschaftsminister Radu Miruță zum kommissarischen Verteidigungsminister.
Beide sind Mitglieder der regierenden Partei, die nun einen Kandidaten für die permanente Nachfolge nominieren wird.
Der Rücktritt erfolgt, während Rumänien mit einer erhöhten Sicherheitslage konfrontiert ist.
Das Land – ein Mitglied der Europäischen Union und der Nordatlantikpakt-Organisation – teilt sich eine 650 Kilometer lange Landgrenze mit der Ukraine.
Beamte haben kürzlich Überflüge von Drohnen im rumänischen Luftraum gemeldet und die Entdeckung eines abgestürzten unbemannten Luftfahrzeugs tief im rumänischen Territorium.
Seeminen, die im Schwarzen Meer treiben, haben ebenfalls Risiken dargestellt.
Einige Beobachter stellen fest, dass das Timing besonders sensibel ist: das Verteidigungsministerium hatte gerade eine neue nationale Verteidigungsstrategie für 2025–2030 genehmigt, die eine Transformation Rumäniens in eine führende Militärmacht an der Ostflanke der NATO umreißt.
Der plötzliche Abgang des Ministers wirft sofort Fragen zur Kontinuität bei der Umsetzung dieser strategischen Pläne unter wachsendem regionalen Druck auf.