MIT-Bericht: Künstliche Intelligenz kann bereits fast 12 % der US-Arbeitskräfte ersetzen.
Künstliche Intelligenz ist jetzt so fortgeschritten und kostengünstig, dass sie Arbeiten verrichten kann, die fast 12 % der Arbeitsplätze in den USA entsprechen, so eine neue MIT-Studie – eine Nachricht, die wahrscheinlich den Druck auf Arbeitgeber, Arbeitnehmer und politische Entscheidungsträger weiter verstärken wird, sich auf schnelle Veränderungen in der Wirtschaft und im Geschäftswesen vorzubereiten.
Die Forschung des MIT, die im Oktober geschrieben, aber am Mittwoch veröffentlicht wurde, schätzt, dass die aktuellen KI-Systeme bereits Aufgaben übernehmen könnten, die mit 11,7 % des US-Arbeitsmarktes verbunden sind, was etwa 151 Millionen Arbeitnehmern und ungefähr 11,7 % des Gesamtlohns entspricht, also rund 1,2 Billionen Dollar an Löhnen.
Im Gegensatz zu früheren Schätzungen, die sich auf die theoretische "Aussetzung" gegenüber Automatisierung konzentrierten, fokussiert sich die MIT-Forschung auf Berufe, in denen KI die gleichen Aufgaben zu Kosten ausführen kann, die wettbewerbsfähig oder günstiger sind als menschliche Arbeit.
Die Ergebnisse stammen von Project Iceberg, einer großangelegten Arbeitssimulation, die vom MIT in Zusammenarbeit mit dem Oak Ridge National Laboratory, dem Standort des Frontier-Supercomputers, entwickelt wurde.
Das Modell erstellt das, was die Forscher als "digitalen Zwilling des US-Arbeitsmarktes" beschreiben, indem es 151 Millionen Arbeitnehmer als individuelle Agenten simuliert, die jeweils über spezifische Fähigkeiten, Berufe und Standorte verfügen.
Es verfolgt mehr als 32.000 Fähigkeiten über 923 Berufstypen in 3.000 Landkreisen und vergleicht sie mit dem, was aktuelle KI-Systeme bereits leisten können.
„Wir erstellen effektiv einen digitalen Zwilling des US-Arbeitsmarktes“, sagte Prasanna Balaprakash, Direktor am Oak Ridge National Laboratory und Mitverantwortlicher der Studie.
EINE WICHTIGE WARNUNG
Der Bericht des MIT macht deutlich, dass die Zahl von 11,7 % die technische Fähigkeit und wirtschaftliche Machbarkeit widerspiegelt, nicht eine Vorhersage, dass diese Arbeitsplätze nach einem festen Zeitplan verschwinden werden.
Er hebt auch eine Kluft zwischen dem hervor, was heute sichtbar ist, und dem, was möglich ist.
Die bisherige KI-Adoption konzentrierte sich auf technische Arbeiten, insbesondere das Programmieren, was etwa 2,2 % des Lohnwerts oder rund 211 Milliarden Dollar an Löhnen ausmacht.
Die Forscher stellen jedoch fest, dass KI bereits in der Lage ist, kognitive und administrative Aufgaben in den Bereichen Finanzen, Gesundheitswesen und Dienstleistungen zu erledigen, die zusammen rund 1,2 Billionen Dollar an Löhnen darstellen – etwa fünffach des derzeit sichtbaren Einflusses.
Frühe Analysen weisen auf eine signifikante Aussetzung in Berufen mit hoher Wissenslast hin, die früher als relativ vor Automatisierung geschützt galten.
Finanzen, Gesundheitsadministration, Personalwesen, Logistik und professionelle Dienstleistungen wie rechtliche und buchhalterische Arbeiten gehören zu den Bereichen, in denen bestehende KI-Tools, einschließlich großer Sprachmodelle (LLMs) und anderer Software-Agenten, bereits viele Routineaufgaben ausführen können.
Mit anderen Worten, ein Großteil des potenziellen Wandels befindet sich in traditionelleren Backoffice- und Fachrollen, die in den KI-Debatten weniger öffentliche Aufmerksamkeit erhalten haben.
Gleichzeitig warnen MIT-Forscher und andere Ökonomen, dass die Fähigkeit nicht automatisch in weitreichenden Arbeitsplatzverlusten resultiert.
Frühere Arbeiten des KI-Labors des MIT haben ergeben, dass in vielen Rollen der vollständige Ersatz menschlicher Arbeiter durch KI auf lange Sicht zu teuer oder unpraktisch bleibt, selbst wenn die Technologie die Aufgaben erfüllen könnte.
Separate Forschungen von MIT Sloan kamen zu dem Schluss, dass von 2010 bis 2023 die Aussetzung gegenüber KI nicht zu breiten Nettoarbeitsplatzverlusten führte und oft mit schnellerem Umsatz- und Beschäftigungswachstum bei annehmenden Unternehmen einherging.
Der Iceberg-Index ist nicht dazu gedacht, spezifische Entlassungen vorherzusagen.
Stattdessen gibt er politischen Entscheidungsträgern und Unternehmensführern eine Möglichkeit, verschiedene Szenarien auf ihre Belastbarkeit zu testen, bevor sie Gelder für Schulungen, Infrastrukturinvestitionen oder neue Vorschriften bereitstellen.
Tennessee, North Carolina und Utah haben bereits begonnen, die Plattform zu nutzen, um zu bewerten, wie KI ihre Arbeitskräfte umgestalten könnte, und um Aktionspläne auf staatlicher Ebene zur KI-Arbeitskraft zu informieren, so der MIT-Bericht.
Für Unternehmen verdeutlicht die Studie, dass das Fenster, um KI als fernes Zukunftsthema zu betrachten, sich schließt. Für Regierungen wirft sie praktische Fragen auf, wie man Arbeiter umschulen, Regionen und Sektoren mit hoher Aussetzung unterstützen und Steuer- sowie soziale Sicherheitsnetzsysteme an einen Arbeitsmarkt anpassen kann, in dem Software bereits einen erheblichen Teil der Arbeit leisten kann.
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