Volkswagen visiert Einsparungen in Höhe von 60 Milliarden Euro an, da die Verkäufe zurückgehen und der globale Druck zunimmt.
Deutsche Automobilgruppe erwägt tiefere Umstrukturierungsmaßnahmen aufgrund sinkender Verkaufszahlen in China, US-Zöllen und intensiverer Konkurrenz durch chinesische Elektrofahrzeughersteller.
Der Volkswagen-Konzern bereitet ein erweitertes Cost-Cutting-Programm vor, das darauf abzielt, bis zum Ende des Jahrzehnts 60 Milliarden Euro einzusparen, so ein Bericht, der sich auf Quellen innerhalb des Unternehmens beruft.
Der deutsche Automobilkonzern, zu dem Volkswagen, Audi, Lamborghini, Seat, Skoda und Porsche gehören, will seine finanzielle Position stärken, nachdem er mehrere Jahre unter betrieblichem und marktwirtschaftlichem Druck gelitten hat.
Die geplanten Einsparungen sollen sinkenden Fahrzeugverkäufen in China, den Auswirkungen von Zöllen, die der US-Präsident Donald Trump auf in die Vereinigten Staaten importierte Autos erhoben hat, und dem wachsenden Wettbewerb durch günstigere chinesische Hersteller in Europa und anderen globalen Märkten begegnen.
Der Bericht wies darauf hin, dass Werksschließungen und weitere Personalkürzungen nicht ausgeschlossen sind, über den bereits angekündigten Plan hinaus, weltweit 35.000 Arbeitsplätze im Rahmen einer früheren Restrukturierungsinitiative abzubauen.
Volkswagen sagte in seiner Antwort, dass noch keine endgültigen Entscheidungen über weitere Maßnahmen getroffen wurden.
Das Unternehmen erklärte, dass die Auswirkungen seines aktuellen Effizienzprogramms noch nicht vollständig realisiert wurden und dass bestehende Schritte dazu beigetragen haben, geopolitische Herausforderungen, einschließlich der US-Zölle, abzumildern, während die Gruppe betrieblich im Einklang mit ihren Zielen bleibt.
Der CEO Oliver Blume wird am 10. März im Rahmen der Pressekonferenz zu den Jahresergebnissen des Konzerns ein Zwischenupdate über den Fortschritt des Restrukturierungsprogramms präsentieren.
Sollten die berichteten Einsparungen und Leistungsverbesserungen als unzureichend erachtet werden, könnten im kommenden Geschäftsjahr zusätzliche Maßnahmen eingeführt werden.
Der Betriebsrat von Volkswagen äußerte nach den Berichten keine Bedenken.
Daniela Cavallo, die Leiterin des Rates, sagte, dass sich die Gruppe in einer schwierigen Lage befinde, deutete jedoch an, dass Werksschließungen und zwingende Entlassungen über freiwillige Abgangsprogramme derzeit nicht zur Diskussion stünden.
In den letzten fünf Jahren, in denen Volkswagen sich Kritik wegen seiner Verzögerung beim Übergang zu Elektrofahrzeugen und beim Management der finanziellen Folgen des Dieselskandals ausgesetzt sah, ist der Aktienkurs des Unternehmens um 40 Prozent gefallen.
Seit Jahresbeginn ist die Aktie um etwa 3,5 Prozent gefallen, was die anhaltende Vorsicht der Investoren im Zuge der Restrukturierungsbemühungen und des Wettbewerbsdrucks widerspiegelt.